Double, double, toil and trouble!
Am Freitag, 03.07.2026 machten sich die Englischkurse der Q12 und die Fachschaft Englisch auf den Weg nach Hohenschwangau, um Shakespeare zu erleben. Umgeben von den hochherrschaftlichen Mauern des Schlosses und mit fabulösem Weitblick genossen wir die Aufführung der American Drama Group.
Wird der Dolch wohl auf der Bühne auftauchen? Sitzt Banquos Geist beim Bankett auf Macbeths Platz? Ist Macbeth ein ehrgeiziger Machtmensch oder Spielball überirdischer Kräfte? Gespannt wie die Flitzebögen nahmen wir Platz und los ging es!
Macbeth, ein dekorierter Feldherr und Verwandter des Königs, trifft eines Tages auf Hexen, die ihm prophezeien, dass er selbst bald König sein wird. Da stellt sich nur eine Frage – wie nur? König Duncan ist nämlich wohlauf und es sieht nicht so aus, als wolle er den Thron bald verlassen. Also nehmen Macbeth und seine Ehefrau ihr Schicksal selbst in die Hand und ermorden Duncan kurzerhand. Diese unmenschliche Tat aber markiert den Anfang ihres Untergangs. Beide Eheleute werden nach und nach verrückt und finden statt Erfüllung lediglich ihren eigenen Untergang.
Die American Drama Group hat es einmal mehr geschafft, das Stück so gekonnt und mit schauspielerischem Engagement aufzuführen, dass wir nicht einmal mehr bemerkt haben, dass Shakespeares Englisch dem modernen nicht mehr so ganz entspricht.
Ah ja – der Dolch war nicht da, dafür aber Banquos Geist und ob Macbeth jetzt selbstbestimmt handelt oder Opfer höherer Mächte ist – das soll ja gar nicht klar beantwortet werden… Ambiguität und so: Fair is foul, and foul is fair!

