
Geographie hautnah erleben: Exkursion ins Kleinwalsertal
Wie entstehen Täler? Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf den Bergtourismus? Und wie lässt sich Tourismus in den Alpen nachhaltig gestalten? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich der Geographie-Leistungskurs der 13. Klasse bei einer zweitägigen Exkursion ins Kleinwalsertal.

Ausgangspunkt war die Kanzelwandbahn, wo die Schülerinnen und Schüler bei einem Expertengespräch mit den OK-Bergbahnen spannende Einblicke in den Bergbahntourismus und seine aktuellen Herausforderungen erhielten.
Besonders interessant war die Frage, wie sich der Bergtourismus unter den Bedingungen des Klimawandels verändert. Steigende Temperaturen, eine zunehmend unsichere Schneelage und veränderte Niederschlagsverhältnisse stellen die klassischen Angebote des alpinen Wintertourismus vor Herausforderungen. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung des Sommertourismus zu. Wanderungen, Bergsteigen und andere naturnahe Freizeitaktivitäten können dazu beitragen, den Tourismus stärker auf verschiedene Jahreszeiten zu verteilen. Gleichzeitig führen attraktive Bergregionen gerade im Sommer teilweise zu einer hohen Besucherzahl und damit zu neuen Belastungen.
Anschließend ging es zu Fuß weiter zur Fiderepasshütte. Unterwegs standen die Geologie und Talentstehung der Region im Mittelpunkt. Auch die besondere Lage der Hütte kam zur Sprache – sie befindet sich genau auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Außerdem wurden das Leben und Arbeiten auf Schutzhütten thematisiert sowie die Herausforderungen der ansteigenden Tourismuszahlen.
In zahlreichen Expertengesprächen konnten die Schülerinnen und Schüler ihre individuell vorbereiteten Themenschwerpunkte vertiefen.
Nach dem fachlich intensiven Wandertag sorgte ein gemütlicher Hüttenabend für geselliges Beisammensein und einen gelungenen Tagesabschluss.
Am nächsten Morgen führte der Weg durch das Wildental zurück ins Kleinwalsertal. Den Abschluss bildeten gemeinsame Gespräche in der Bergschule Kleinwalsertal und im Walserhaus. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung konnten die vielfältigen Eindrücke noch einmal zusammengeführt werden.
Die Exkursion verband geographisches Fachwissen mit unmittelbaren Erfahrungen in der Bergwelt und zeigte eindrucksvoll, wie eng Natur, Tourismus, Klimawandel und die Lebenswelt der Menschen im Alpenraum miteinander verbunden sind.


